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HAPPY NEPALI NEW YEAR

14. April 2014 um 10:14

HAPPY NEW YEAR 2071
Nepalesische Zeitrechnung Bikram Sambat (B.S
.)

Heute am 14.04.2014 feiern wir in Nepal Neujahr und befinden uns im Jahr 2071 (Monat Baishak).

Ganze 56,7 Jahre ist die nepalesische Zeitrechnung, die auf Hindu-Tradition beruht, dem abendländischen Kalender voraus.

Der Kalender Bikram Sambat (B.S.) geht auf den König Bikramaditya Samvat zurück.
Die Sieben-Tage-Woche und die Anzahl der Monate entspricht dem gregorianischen Kalender.

Die Monate beginnen bei den Nepalesen allerdings in der Mitte eines jeweiligen Monats der christlichen Zeitrechnung. Das neue Jahr startet im Himalaya-Staat Mitte April.

Gefeiert wird das neue Jahr meistens im Kreise der Familie mit leckerem Essen und fröhlichem Beisammensein. Die junge Generation in Kathmandu nimmt allerdings stetig die westliche Ausgeh- Mentalität an und feiert in Restaurants oder Locations mit Life-Musik. Da Feuerwerkskörper in Nepal verboten sind, gibt es um Mitternacht kein explosives und farbiges Spektakel am Himmel zu sehen. Insgesamt wird dem Jahreswechsel in Nepal nicht so viel Bedeutung beigemessen. Viele der ethnischen Volksgruppen (z.B. Sherpa, Gurung, Tamang, Newari, etc.) feiern ihr eigenes Neues Jahr zu anderen Zeitpunkten (im Januar, Februar, Oktober, etc.) und durchweg wird ein anderer Jahresbeginn zelebriert.

 

 

Everest Trekking – Reisebericht & Impressionen

13. April 2014 um 17:35

 April 2008 –  „ Der Weg ist das Ziel“

Am 9.04.2008 sind  wir mit einer kleinen Propellermaschine (Made in Germany, Baujahr 1989) von Kathmandu nach Lukla geflogen. Beim Einsteigen hatten wir alle ein etwas mulmiges Gefühl, aber nach 40 Minuten setzte der Pilot zielsicher zwischen den Bergen zur Landung an.

Bevor wir unsere erste Tagesetappe von Lukla nach Phagding in Angriff genommen haben, gab es erstmals ein leckeres Frühstück bei Sonnenschein.

Sichere Landung in LUKLA (2.840 m)

 

In Lukla liegt doch tatsächlich ein
Yak mitten auf dem Weg und
macht es sich bequem.

  

Auf dem Weg nach Phagding (2.610 m)  sind viele
tibetische Manisteine zu sehen. Nach
buddhistischer Tradition wird der
Manistein immer links herum umgangen.

Zwei Welten

10. April 2014 um 9:07

Durch meine langen Deutschlandaufenthalte in den vergangen Jahren, sind  die beiden  Welten, in denen ich lebe, ein bisschen näher zusammengerückt. Die wunderbaren Monate in Deutschland waren sehr wichtig für mich und haben mich „Sowohl als auch“ anstatt „Entweder oder“  gelehrt. Ich danke Euch allen von ganzem Herzen  für die erlebnisreiche Zeit Zuhause in meiner deutschen Heimat.

Es hat so viel Spaß und Freude gemacht Zeit mit meiner Familie, meinen Freunden und meinen Kollegen zu verbringen. Ich habe die deutschen Strukturen und Regeln genossen. Die klare, reine Luft, die sattgrünen  Wälder und Wiesen, der Blütenduft, das Spazierengehen am Rhein, die Sauberkeit überall, das kulturelle Angebot, die deutsche Sprache, die Pünktlichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel, das warme und heiße Wasser aus dem Wasserhahn, Elektrizität zu jeder Tages- und Nachtzeit, das superschnelle Internet, …. Wissen wir eigentlich wie gut es uns geht?

Schockiert hat mich das Überangebot an Waren – Regale voll Joghurt mit zig verschiedenen Geschmacksrichtungen – und eigentlich kann jeder sowieso nur einen essen -, die alltägliche Hektik, der hohe Leistungsdruck, die allgemeine Unzufriedenheit, die wie eine Glocke über dem ganzen Land liegen und deren man sich nur mühsam oder fast gar nicht entziehen kann.

Höher – Schneller – Weiter – rasend und keuchend hängt der Hamster in seinem Rad.

Bei der Ankunft in Kathmandu höre ich meine Seele freudig rufen: „Endlich – ich kann wieder atmen…“ …. trotz abgasverpesteter Luft,  trotz Stromausfällen, trotz Müll auf den Straßen, trotz eisigem Wasser, das aus dem Wasserhahn fließt, trotz all dem Chaos, das überall herrscht.  Ich bin Zuhause in meiner nepalesischen Heimat.  Eine extreme Lebendigkeit durchströmt mich und ich nehme alle Geschehnisse intensiv wahr. Die Wärme und die Gläubigkeit der Menschen, die faszinierenden schneebedeckten Bergriesen,  die Altertümlichkeit der Städte  lassen Nepal zu einem Kraftplatz mit ganz besonderen Energien werden.

Namaste!

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Königswald – unentdeckte Oase im Chaos

5. April 2014 um 21:45

Im Ortsteil Lazimpat verbirgt sich eine grüne Oase – der kleine Königswald – RANIBAN.

Leicht zu finden über die Lazimpat Hauptstraße, Richtung Maharajgunj bis zum Hotel Shangrila. Danach am Hotel direkt links abbiegen und dem Straßenverlauf folgen bis zur Rani Devi Kreuzung. Von dort aus ist der kleine Park zu sehen und über eine Steintreppe zu erreichen.  Der Eintritt für Nepali und Touristen beträgt jeweils  NPR 10.

Sobald der Eingang hinter einem liegt, strömt frische Luft in die Nase und ein Wald-Duft erfüllt den ganzen Körper. Das Grün ist wohltuend für die Augen. Ein kleiner Natur-Genuss mitten im Moloch Kathmandu.

Ein kleiner Pfad umrundet das untere Waldgebiet, weiter oben gelegen befindet sich eine kleine Tempelanlage. Große, starke und majestätische Bäume sind mit Bindfäden umwickelt und werden verehrt. Es ist wohltuend die Gläubigen bei Ihren Verehrungszeremonien zu beobachten.

 

Am Wochenende wird der Naturort auch als Picknick- Platz für Familien und Freunde genutzt. Wie schade, dass manchmal der verbleibende  Müll einfach liegengelassen wird. Hoffentlich wächst das Umweltbewusstsein in Nepal fortlaufend, um zukünftig diese grünen Oasen erhalten zu können.

 

 

Filzprodukte

5. April 2014 um 21:34

Lange Ketten mit Herzchen und Sternen aus buntem Filz hängen vor der Tür, moderne Taschen, Untersetzer, Haarspangen, Blumen und vieles mehr verbirgt sich im Inneren des Ladengeschäfts.

COLOURS – so nennt Madhav Pandey sein Geschäft in Thamel in der Mandala Street.

Jegliche Art von Filzartikel können bei ihm gekauft oder in Auftrag gegeben werden. Um zu sehen, wo diese wunderschönen Produkte entstehen, ergab sich am 2. April 2014 die Möglichkeit die Filzfabrik zu besuchen.

Weit außerhalb des Zentrums, vorbei an der großen Kreuzung in Kalanki in einem kleinen Wohngebiet liegt die Fabrik. Wir sind positiv überrascht – es ist ein neues Gebäude – eigentlich ein Wohnhaus, das  als großzügiger und heller Ort für die Filzproduktion dient.

In diesem Filzunternehmen arbeiten bis zu 30 Personen, meistens Frauen. In einigen der Räume stehen jeweils zwei Frauen an Tischen, die die Wolle bzw. den Vlies mit warmem Wasser und Seife  traditionell  und handwerklich im Nassfilzprozess verarbeiten. In anderen Räumen sitzen Frauen und Männer auf dem Boden und verzieren, besticken oder nähen die fertigen Filzmatten zu kleinen Kunstwerken.

Uns wird erklärt, dass die Schafwolle aus Australien und Neuseeland kommt.  Der Färbeprozess der Filzwolle erfolgt in Nepal vor dem eigentlichen Filzvorgang. Um eine weiße rechteckige Matte, ungefähr in der Größe eines Esstisches, zu fertigen  wird  600 Gramm Wollvlies benötigt. Die Herstellung dauert ca. eine halbe Stunde.

Zum Färben werden die in Nepal vertriebenen, umweltfreundlich und qualitativ hochwertigen Farbstoffe mit Schweizer Gütesiegel verwendet.

Wir sind beeindruckt und begeistert von dem Herstellungsort, den Arbeitsbedingungen und der Produkt-Qualität.
Madhav Pandey freut sich natürlich über jeden neuen Kunden.

Kontakt:
Colours Handicraft
Mandala Street, Thamel
Kathmandu Nepal
Tel.: + 977-1-4701411
Email: colourshandicraft@hotmail.com