Asaar Pandra Festival (Reispflanzung)

29. Juni 2014 at 16:05

Heute am 15. Asaar 2071 (29.06.2014) wird in Nepal das Asaar Pandra Festival gefeiert.

Das Festival markiert im ganzen Land den Start der Reispflanzung und heißt die Regenzeit willkommen. Da in Nepal ein Großteil der Bevölkerung von der Landwirtschaft abhängig ist, nimmt dieses Fest eine große Bedeutung ein. Den ganzen Tag über wird auf den Feldern gesungen, getanzt und die Bauern, vor allem die jungen Leute bewerfen sich gegenseitig mit schlammiger Erde und Wasser.  Eine weitere Besonderheit ist das Essen von Joghurt mit Reisflocken (Dahi und Chiura).

In den vergangen Jahren hatte Mitte des Monats Asaar (Ende Juni/Anfang Juli) der Regen bereits heftig eingesetzt. Dieses Jahr lässt der Monsunregen leider immer noch auf sich warten.

Das nachfolgende Foto zeigt die Reispflanzung während starkem Regen in dem newarischen Dorf Bungmati.

 

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Reispflanzung in Bungmati

 

Saga Dawa Festival

13. Juni 2014 at 9:52

Heute am 13. Juni 2014 (Vollmond) wird das Saga Dawa Festival gefeiert. Saga Dawa ist ein tibetisches Fest und es werden gleich drei Ereignisse: die Geburt, der Tod und die Erleuchtung von Lord Buddha gefeiert.

An diesem Tag werden verschiedene Rituale durchgeführt und Buddhisten senden ihre Wünsche an die Götter. Es wird geglaubt, dass diese Wünsche in Erfüllung gehen, wenn Gläubige  13 Runden um den unteren Bereich der Stupa in Swayambunath gehen  und dabei Mantras rezitieren. Wenn es sich um sehr wichtige Wünsche handelt, werden die 13 Runden mit Niederwerfungen absolviert.

 

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Haupteingang Swayambunath – Affentempel

 

Bereits einen Tag vor dem eigentlichen Fest brechen die Menschen zum buddhistischen Heiligtum Swayambunath in Kathmandu auf und beginnen mit den Runden. Wenn jemand schnell geht und der Ort nicht mit Menschenmassen überfüllt ist, wird für eine Runde ungefähr 45 bis 60 Minuten benötigt. Das bedeutet auch, dass 13 Runden sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.

Überall sind Männer, Frauen und Kinder zu sehen, die in der linken Hand eine Mala (Gebetskette) halten und wieder eine der 108 Perlen weiter schieben, wenn ein Mantra rezitiert wurde.

Abends, wenn es langsam dunkel wird und der Vollmond sein rundes Gesicht zeigt ist die Stimmung am Schönsten. Viele der Pilger haben bereits tagsüber ihre “Wunschrunden“ abgeschlossen und es sind nur noch wenige Gläubige zu sehen. Am unteren Haupteingang zur Stupa, auf der anderen Seite beim Buddhapark und am Wegesrand stehen unzählige Stände mit brennenden Butterlampen. Das helle Flammenmeer scheint einen zu verzücken und ein innerer Frieden und eine Gewissheit, dass sich die Wünsche erfüllen werden, breitet sich im Herzen aus.

 

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Ein Meer aus brennenden Butterlampen

 

Buddha Jayanti – Buddhas Geburtstag

15. Mai 2014 at 7:44

Traditionsgemäß finden die Festlichkeiten anlässlich Buddhas Geburtstag am ersten Vollmondtag im Mai (in 2014 am 14. Mai ) rund um die buddhistischen Stupas Swayambunath und Boudhanath in Kathmandu statt.  Die meisten Buddhisten besuchen an diesem Tag mindestens eines der beiden Heiligtümer um eine Kora (Umrundung der Stupa) zu gehen und Butterlampen anzuzünden.

In Swayambunath kann jedes Jahr an diesem Tag, das ansonsten an einem geheimen Platz aufbewahrte Knochenstück von Buddhas Körper betrachtet werden. Das winzige Knochenstück ist in eine goldene Blüte integriert und unter einer Glasglocke sicher verschlossen.

Insgesamt gibt es weltweit vier Knochenstücke, die an geheimen Plätzen in Tibet, Swayambunath, Lumbini (dem Geburtsort Buddhas) und Buddhagaya (indischer Ort, an dem Buddha erleuchtet wurde) aufbewahrt werden.

 

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Pilger umrunden den Stupa von Swayambunath

HAPPY NEPALI NEW YEAR

14. April 2014 at 10:14

HAPPY NEW YEAR 2071
Nepalesische Zeitrechnung Bikram Sambat (B.S
.)

Heute am 14.04.2014 feiern wir in Nepal Neujahr und befinden uns im Jahr 2071 (Monat Baishak).

Ganze 56,7 Jahre ist die nepalesische Zeitrechnung, die auf Hindu-Tradition beruht, dem abendländischen Kalender voraus.

Der Kalender Bikram Sambat (B.S.) geht auf den König Bikramaditya Samvat zurück.
Die Sieben-Tage-Woche und die Anzahl der Monate entspricht dem gregorianischen Kalender.

Die Monate beginnen bei den Nepalesen allerdings in der Mitte eines jeweiligen Monats der christlichen Zeitrechnung. Das neue Jahr startet im Himalaya-Staat Mitte April.

Gefeiert wird das neue Jahr meistens im Kreise der Familie mit leckerem Essen und fröhlichem Beisammensein. Die junge Generation in Kathmandu nimmt allerdings stetig die westliche Ausgeh- Mentalität an und feiert in Restaurants oder Locations mit Life-Musik. Da Feuerwerkskörper in Nepal verboten sind, gibt es um Mitternacht kein explosives und farbiges Spektakel am Himmel zu sehen. Insgesamt wird dem Jahreswechsel in Nepal nicht so viel Bedeutung beigemessen. Viele der ethnischen Volksgruppen (z.B. Sherpa, Gurung, Tamang, Newari, etc.) feiern ihr eigenes Neues Jahr zu anderen Zeitpunkten (im Januar, Februar, Oktober, etc.) und durchweg wird ein anderer Jahresbeginn zelebriert.

 

 

HOLI – Fest der Farben

30. März 2014 at 21:27

HOLI – das Fest der Farben ….

„Happy Holi“ ruft eine Horde von Kindern und stürmt auf mich zu.

Ehe ich mich versehe bin ich über und über voll mit bunten Farben. Meine Kleidung schillert in allen erdenklichen Farbtönen und mein Gesicht ist rot vom Zinnoberpulver.

Schon von Weitem sehe ich oben auf den Dachterrassen der Häuser, die die Straße säumen, Jugendliche stehen. Alle haben kleine, mit Wasser prall gefüllte Beutel in den Händen.

Ich gehe in Deckung – “Platsch“ – meine Reaktion war wohl nicht schnell genug, ich bin getroffen und mein T-Shirt ist pitschenass.

Das wird mir heute sicherlich noch häufiger passieren – buntes Farbpulver in schrillen Tönen, traditionelles Zinnoberpulver, Wasser und kleine leere Plastiktütchen bestimmen das Straßenbild. Ein Farbenspektakel, das seines gleichen sucht.

Es ist Vollmond und es findet das Frühlingsfest Holi statt. Alle Menschen genießen die ausgelassene Stimmung mit gegenseitigem Farben-  und Wasserwerfen und feiern den Sieg des Frühlings über den Winter und den Triumph des Guten über das Böse.