Saga Dawa in Nepal

29. Mai 2018 at 19:19

Saga Dawa Festival

Heute am Vollmondtag (29. Mai 2018) wird in Nepal wieder das tibetische Saga Dawa Festival von der buddhistischen Bevölkerung gefeiert.
Das Saga Dawa Festival findet zu Ehren Lord Buddhas statt und erinnert an seine Geburt, seine Erleuchtung und seinen Tod.

Bereits gestern, am Tag bzw. Abend vor dem Festival hatten sich viele Pilger und Gläubige unterhalb des buddhistischen Stupas Swayambunath eingefunden um Butterlampen anzünden und ihre Runden unterhalb des Affentempels zu drehen. Damit Wünsche in Erfüllung gehen und für das Seelenheil an sich ist es für jeden Buddhisten wichtig den Stupa mindestens einmal zu umrunden. Warum das aber am Tag vorher und nicht am Festivals-Tag selbst erfolgen sollte, muss vielleicht nicht unbedingt verstanden werden. Bei manchen Situationen oder Dingen ist es wohl besser diese unvoreingenommen und urteilsfrei einfach nur wahrzunehmen.

Auf jeden Fall war es wieder ein besonderes Erlebnis und ich habe es sehr genossen die Atmosphäre aufzusaugen und mit vielen Anderen zusammen den Stupa im Laufschritt zu umkreisen. Dabei entwickelte sich eine eigene Dynamik und mein sonst so aktiver und turnender Geist wurde beim Rezitieren des Mantras ganz still.

„Om Tare Tuttare Ture Soha“ (Mantra des Mitgefühls)

 

 

VIPASSANA – Rendezvous mit mir selbst! (T3)

21. Januar 2015 at 11:11

Teil 3 –während dem Meditationskurs

Wieso habe ich nur dieses Seminar gebucht? Diese Frage beschäftigt mich ziemlich oft in den ersten Tagen des Kurses. Das lange Sitzen in aufrechter Haltung ist die Hölle für meinen Rücken,  meine Halswirbelsäule, meine Schultern. Meine Beine schlafen ein. Die schmerzenden Körperteile schreien mich an. Ich beiße die Zähne zusammen, schon am Anfang aufzugeben wäre sehr untypisch für mich.

Während der Meditation sehne ich den wunderbaren Klang des Gongs, der am Ende jeder Meditation ertönt, herbei. Eine Stunde kann verdammt lang sein. Eine bleierne Müdigkeit überfällt mich. Mal ist mir heiß, dann kalt, dann kommt eine Übelkeit hoch, die Brust wird eng.

Der Lehrer sagt, das ist völlig normal.  Wenn der „wilde Affe“ Geist, durch den Chirurg VIPASSANA operiert wird, kann das schon vorkommen…. und er springt weiter – Vergangenheit – Zukunft – niemals im Moment.

Trotz der Schmerzen, ich genieße diese Stille. Manchmal höre ich mein Handy klingeln – das sind wohl Phantom Geräusche.

Einatmen- Ausatmen – Beobachtung des Atems und des Bereichs unterhalb der Nase. Und wieder der flatternde Geist, dann der Körper, der sich mit allen möglichen Gebrechen wehrt – auch er ist der Gefangene meines Geistes.

Empfindungen im Körper wahrnehmen – ohne Bewertung…

Alles ist vergänglich. Nichts hat Bestand. Das ist das Gesetz der Natur.

 

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Be happy!!

 

VIPASSANA – Rendezvous mit mir selbst! (T1)

28. Dezember 2014 at 21:52

Teil 1 – vor dem Meditationskurs (Gedanken)

Es ist soweit!!

Der Vipassana Meditationskurs beginnt. Der Drang, das Bedürfnis, der Wunsch ein längeres Meditations-Seminar zu besuchen, war dieses Jahr stark und unumstößlich. Die richtige Zeit dafür ist gekommen! Schon seit ich in Nepal bin und auch ein paar Jahre davor hatte ich auf meine Wunschliste die Teilnahme an einem Meditationskurs gesetzt. Bis zur Umsetzung hat es länger als 7 Jahre gedauert.

Bei der Anmeldung und im Gespräch mit Freunden, die bereits ein solches Seminar besucht hatten, hatte ich nie Zweifel daran den 10 Tages-Schweige-Meditationskurs im Sitzen nicht zu bestehen. Heute am Tag des Beginns schleicht sich ein wenig Unruhe und großer Respekt davor ein. 10 Tage können doch ganz schön lang sein.

Wie reagiert mein Aktivismus, mein ständiger Tatendrang auf die Stille, die Ruhe, das Aushalten und die Hin und Her schwankenden Gedanken?

Wie reagiert mein Körper auf das stundenlange Sitzen im Schneidersitz?

Ich hatte versucht viele Fragen, die mich beschäftigen, schon vorab an frühere Seminarteilnehmer zu stellen um möglichst gut vorbereitet zu sein. Um eine Ahnung zu bekommen, wie es sein könnte oder was auf mich zukommt. Und am Ende doch festzustellen, dass es für jeden anders ist und niemand vorher die Erlebnisse beschreiben kann, die einem widerfahren. Trotzdem – der Geist möchte gut vorbereitet sein – alles vorher wissen um die bisherigen Erfahrungen abzuklopfen.

Die Bestimmungen zum Meditationskurs sagen, dass jeder Teilnehmer seinen Reisepass und sämtliche Gegenstände wie Mobilfunkgerät, Laptop, Fotoapparat, Radio, Bücher, Schreibmaterial, etc. abgeben muss.
Meine erste Reaktion: oh nein – meinen Reisepass und mein Handy gebe ich sicherlich nicht ab. Ich schalte das Handy aus und habe genug Disziplin es während den Kurstagen auszulassen.

Mittlerweile kann ich mich mit den Regeln arrangieren.

Konzentration nur auf mich selbst!
Ein Versuch ist es allemal wert.

 

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Be happy !!

 

VIPASSANA – Meditation

27. Dezember 2014 at 21:12

„Betrachte die Dinge, wie sie wirklich sind“

Vipassana ist eine religionsunabhängige Meditationstechnik, die von Siddhartha Gautam vor über 2500 Jahren entdeckt wurde.  Durch S.N. Goenka wurde diese Art der Meditation, die insbesondere in Indien, dem Ursprungsland, verloren gegangen war, wieder belebt. Heutzutage wird Vipassana weltweit in den von S.N. Goenka ins Leben gerufenen Meditationszentren praktiziert und gelehrt.

Strenge und strikte Regeln bilden das Gerüst eines 10 tägigen Meditationskurses. Ein enger Zeitplan, der morgens um 4.00 h startet  und abends um 21.30 h endet, muss eingehalten werden.
Täglich mehr als 8 Stunden Sitzmeditation in edler Stille.

VIPASSANA –  schmerzhaft – anstrengend – tiefgründig – intensiv – heilsam:
Bei dieser Meditationstechnik wird zunächst mit Hilfe des natürlichen Atemflusses die Konzentration des Geistes gefördert. Danach sollen durch das geschärfte Bewusstsein alle Empfindungen/Gefühle im ganzen Körper objektiv beobachtet, betrachtet und wahrgenommen werden. Ohne jegliches Festhalten oder Anhaften, ohne Bewertung der jeweiligen Empfindungen/Gefühle. Einfach nur wahrnehmen und von außen betrachten.

Alles unterliegt dem Gesetz der Natur. Alles ist vergänglich, alles verändert sich, nichts bleibt wie es ist. Schöne Empfindungen/Gefühle bleiben nicht für ewig und unschöne oder störende Empfindungen/Gefühle vergehen. Die Meditationstechnik schärft den Geist und fördert den Gleichmut/die Gelassenheit, so dass durch lange, konsequente und kontinuierliche Übung schwierige Lebenssituationen leichter bewältigt werden können. Wissend dass alles unbeständig  ist, steckt die positive Ausstrahlung die Umgebung an und zieht mehr Positives in das Leben.

Raus aus den Emotionen und Abhängigkeiten – hin  zu einem klaren und ausgeglichenen Geist.
Mögen alle Lebewesen glücklich sein. BE HAPPY !!

 

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Be happy!!

 

 

Namo Buddha

31. August 2014 at 12:13

Namo Buddha ist ein buddhistischer Pilgerort im Kathmandutal in Nepal.

 

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Namo Buddha – Ort der Stille

 

Hier soll Prinz Mahastawo vor vielen Jahren seinen Körper und sein Blut voller Mitgefühl und Liebe einer hungrigen Tigermutter als Nahrung für ihre Tigerbabys angeboten haben. Als Gautam Buddha den heiligen Platz besuchte, gab er sich als Reinkarnation zu erkennen und nannte den Ort fortan Namo Buddha (Hommage an Buddha).

Namo Buddha liegt ca. 1 ½ – 2 Fahrtstunden von Kathmandu in östlicher Richtung entfernt. Umgeben von sanften Hügeln, vielen Terrassenfeldern und mit einem fantastischen Blick auf die Himalaya Kette ist es pure Natur und ein besonderer Ort der Stille.

Sehenswert ist das relativ neu erbaute buddhistische Kloster Thrangu Tashi Yangtse Monastery (www.namobuddha.org). Wer durch die Klosteranlage wandert erreicht einen Hügel mit unzähligen Gebetsfahnen und bestem Ausblick auf den Himalaya und die umliegende Landschaft. Ein Besuch der Pujas (Gottesdienste) zwischen 6 – 7 Uhr am Morgen und 15 – 16 Uhr am Nachmittag gewähren ein tiefes Eintauchen in den tibetischen Buddhismus. Die verschiedenen Klänge der Trompeten, das rhythmische Schlagen der großen Trommel kombiniert mit den Mantras, einem gleichmäßigen Singsang der Mönche, bringen die Besucher in einen verzückten Ruhe-Zustand.

 

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Kloster in Namo Buddha

 

Es besteht die Möglichkeit im angeschlossenen und sehr einfachen Gästehaus des Klosters zu übernachten.

Wer die Stille und Ruhe für längere Zeit oder auch nur für ein Wochenende genießen möchte, findet im Namo Buddha Resort (www.namobuddharesort.com) eine hervorragende Unterkunft. Die Anlage hat insgesamt 12 Häuschen in verschiedenen Größen, erbaut im newarischen Stil. Die liebevolle Einrichtung und die Terrassen vor jedem Haus garantieren Wohlfühlen pur.
Dazu trägt auch das leckere vegetarische Essen bei. Es ist erstaunlich, was die Küchenmeister an kreativen Gerichten auf die Teller zaubern. Kaffee, Tee und Wasser aus der eigenen Quelle gibt es den ganzen Tag über.

Das Kloster ist vom Resort aus in einer halben Stunde über einen schönen Höhenweg zu erreichen. Tageswanderungen in die umliegenden Dörfer können ebenfalls unternommen werden.

 

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Ausblick auf die Himalayakette