Ostern 2020 – Die Geheimnisse von Nepal entdecken

24. August 2019 at 18:01

Die Deutsch-Nepalische Hilfsgemeinschaft Stuttgart (DNH, www.dnh-stuttgart.org) bietet vom 6. – 17. April 2020 wieder eine Reise nach Nepal an. Höhepunkte sind der Besuch der Sozialprojekte sowie das Eintauchen in die fremde Kultur und die atemberaubenden Bergwelten. Die Reise ist individualisierbar durch zubuchbare Verlängerungsoptionen.

Weitere Infos zur Reise gibt es bei der DNH oder bei Sabine und Temba von der durchführenden Reiseagentur Tembas Nepal Trek & Expedition Pvt. Ltd. (www.tembasnepaltrek.com; info@tembasnepaltrek.com).

Wir freuen uns auf Euch!

NAMASTE

NAMASKAR Nepal Informationen / Rundbrief No. 24

6. Juni 2019 at 18:43

06. Juni 2019 – Namaskar Nepal – Informationen / Rundbrief No. 24

Feierliche Einweihung der wiederaufgebauten Häuser im Dorf Brabal / Projektabschluss

Dorf Brabal
Landgemeinde Gosainkunda 5, Rasuwa

Wiederaufbau von Privathäusern

gespendet von Sunaulo Sansar NGO, Kathmandu, mit Unterstützung der Menschen aus Südtirol – Italien, der Schweiz und Deutschland

Einweihungstag: 1. Juni 2019

 

 

 

 

 

 

Das ist der Text unseres Projektschildes, das nun am Ortseingang von Brabal angebracht ist.

Dank Ihrer Unterstützung konnten wir das Wiederaufbau-Projekt nach 4 Jahren, 1 Monat und 7 Tagen zum Abschluss bringen und diesen Festakt am 01. Juni 2019 mit der Einweihung des Dorfes Brabals und den wiederaufgebauten Häusern feierlich begehen.

Brabal Village

 

Ehrengäste

Ehrengäste

 

Weitere Ehrengäste


Unsere Vorbereitungen zur Feier begannen bereits Anfang Mai. Nachdem alle Einladungen verschickt, das Projektschild und die Plakate gefertigt, Zertifikate für die neuen Hauseigentümer erstellt waren und wir in einem zweistündigen Powershopping alle Zutaten für das Festessen eingekauft hatten, konnten wir Ende Mai vollgepackt losfahren.

Da fast keine Tätigkeit oder Planung ohne Herausforderungen in Nepal möglich ist, hatten wir die erste Startschwierigkeit bereits in Kathmandu zu überwinden. Durch einen im Matsch steckengebliebenen Lastwagen mussten wir auf enge Sträßchen im Wohngebiet ausweichen. Dies führte dazu, dass wir mehrfach in Sackgassen feststeckten und nur mit Geduld und dem exzellenten Fahrkönnen unseres Fahrers wenden und dann nach gefühlten 2 Stunden zurück auf die Hauptstraße kehren konnten. Dieses mal fuhren wir über die neue Strecke, die nach dem Ort Betrawati in Mailung abzweigt und entlang des Trisuli Flusses vorbei am Trisuli 3 B Hydropower Projekt ins Langtang Gebiet führt. Das offiziel im Februar 2019 eröffnete Projekt soll nach 3 Jahren fertig gestellt sein und Nepal mit weiterer Elektrizität versorgen. Die Konstruktion eines 3800 m langen Tunnels, eines Kraftwerks, Zwischentanks und weiteren Bauwerken erfolgt unter der Leitung einer chinesischen Baufirma.

Die unbefestigte Straße führte zunächst mitten durch diese Mega-Baustelle. Am Straßenrand waren überall Blechhütten aufgestellt, in denen die hauptsächlich aus China stammenden Arbeiter vorübergehend wohnen. Künstlich entstandene Siedlungen, die die Menschen mit dem Notwendigsten versorgen. Nach dem Passieren des Langtang Nationalparks Checkposten ging die Fahrt weiter durch die enge Schlucht. Die Felswände ragen bedrohlich an den Seiten empor. Die andere und bisher einizige Strecke Richtung Langtang schlängelt sich oberhalb der Klamm entlang. Welche Strecke nun besser ist, ist schwer zu sagen. Holprig, uneben und rumpelig sind beide. Zeitsparender ist der untere, am Fluss entlang führende Weg. Dies aber auch nur dann, wenn es trocken ist und sich der Jeep nicht durch tiefen Schlamm und Matsch quälen muss.

Der Regengott hatte ein Einsehen mit uns und Dank des trockenen Wetters kamen wir gut voran und konnten anschließend auch die Schotterstraße von Sano Barkhu nach Brabal nehmen. Mit dem Vierradantrieb schaffte es der bis oben hin beladene Wagen innerhalb einer halben Stunde bis zu unserem Zielort. Noch vor 6 Jahren konnte dieser Abschnitt nur zu Fuss bewältigt werden. Die 3 stündige Wanderung war eine der schönsten; der wohltuende Klang der Stille hat dabei besonders fasziniert. Dennoch können wir von Glück sagen, dass der befahrbare Weg existiert und wir dadurch die ganzen Baumaterialien während den Wiederaubauarbeiten ins Dorf transportieren konnten. Auch für die zu unserer Feier eingeladenen Ehrengäste aus Kathmandu erleichtert diese Möglichkeit die Anreise.

Einen Tag vor der seit langem geplanten Einweihungsfeier war es jedoch nicht sicher, ob auswärtige Gäste überhaupt anreisen konnten. Die Bewohner von Sano Barkhu hatten kurzfristig beschlossen, den unteren Zugangsteil der Straße aufgrund Teer- und Asphaltarbeiten für mehrere Tage zu sperren. Die zweite Herausforderung stand vor der Tür: Mussten wir nun alles abblasen oder welche Alternativen gab es? Eine ergebnisorientierte Kommunikation mit den Leuten aus Sano Barkhu war unmöglich. Nach langem Hin- und Her hatten wir beschlossen, die Feier nicht platzen zu lassen, aber sicherheitshalber unseren Jeep in Thulo Barkhu abzustellen um nach den Feierlichkeiten wieder zurück nach Kathmandu fahren zu können. Dies war dann doch nicht mehr erforderlich, da wir einen Anruf erhielten und die angekündigten Straßenbauarbeiten aufgrund eines plötzlichen Todesfalles ein paar Tage verschoben wurden. Nun war die freie Fahrt und Anreise der Gäste gewährleistet.

Es hat sich mal wieder gezeigt, dass es in solchen, in Nepal relativ häufig auftretenden speziellen Situationen, wichtig ist, ruhig zu bleiben, einen kühlen Kopf zu bewahren und keine Energien mit “Hau-Ruck-Aktionen” zu verschwenden. In den meisten Fällen löst sich die Herausforderung doch von selbst.    

Vorbereitungsarbeiten – Knoblauch schälen & Ingwer putzen

 

In Gesellschaft arbeitet es sich immer leichter

 

Kichererbsen-Curry


Besonders geehrt gefühlt haben wir uns durch die Teilnahme-Zusage des Präsidenten von Upper Rasuwa, der am Abend vor der Einweihungsfeier von einer Japan-Reise zurückgekehrt war. Im Gegensatz zu den anderen lokal ansässigen Ehrengästen hat uns sein pünktliches Eintreffen in Brabal wirklich sehr beeindruckt.   Mit fast zweistündiger Verspätung, sozusagen zur “Nepali Time” konnten wir dann die Zeremonie, die auf dem Vorhof des einstöckig wiederaufgebauten Klosters stattfand, eröffnen. Nach dem Reichen von Snacks und Vorstellen der Ehrengäste wurden dem Präsidenten von Upper Rasuwa, dem Bürgermeister der Landgemeinde Gosainkunda, dem Landkreisvertreter des Langtang Nationalparks, dem Ortsvorsteher von Brabal, Vertretern der Deutsch-Nepalischen Hilfsgemeinschaft Nepal, dem Militärvorsitzenden und dem buddhistischen Lama (Priester) aus Thulo Shafru sowie unserem Freund, Förderer und Spender Thomas Pfänder aus Crailsheim jeweils eine Khada und ein Ehrengast-Anstecker überreicht.

Dorfbewohner warten auf die Eröffnung


Nach der Eröffnungsrede begab sich die gesamte Gesellschaft zum Ortseingang. Die Enthüllung des Projektschilds und das Zerschneiden des Eröffnungsbands wurden durch den Ministerpräsidenten unter Applaus der Dorfbewohner und übrigen Ehrengäste vorgenommen.

Auf dem Weg zum Ortseingang

 

Zerschneiden des Eröffnungsbandes durch den Präsidenten von Upper Rasuwa

 

Rückweg zum Klosterplatz


Es folgten weitere Rede den Ehrengäste. Die genannten Perspektiven zur Dorfentwicklung, wie beispielsweise das genehmigte Budget zur kompletten Asphaltierung der Straße bis nach Thulo Shafru, die Durchführung eines vom Langtang Natinonalpark geförderten Homestay-Projekts sowie der Bau eines Aussichtsturms und die Förderung des regionalen Apfelanbaus, zauberten den Dorfbewohnern ein Lächeln auf die Lippen. 

Anschließend nahmen die neuen Hausbesitzer mit tiefstem Dank das Zertifikat über die Projektteilnahme und das symbolische Schloss entgegen. Thomas und wir wurden von den Einwohnern im Gegenzug mit handgefertigten Tamang-Taschen und Gürteln beziehungsweise einem traditionellen Schürzenkleid überrascht.  Die Feierlichkeiten endeten mit einem gemeinsamen Dal Bhat Essen und anschließender Fotosession.

Übergabezeremonie

 

Zertifikate für die Männer und Schlösser für die Frauen

 

Der Ortsvorstehen von Brabal überreicht Thomas das Geschenk


Ausblickend möchten wir darauf hinweisen, dass weitere Informationen zu den Projektausgaben und dem verbleibenden Spendenguthaben in unserem kurzfristig erscheinenden Tätigkeits- und Rechenschaftsbericht 2018 veröffentlicht werden.

NAMASTE!

Temba & Sabine

 

Gruppenbild mit Ehrengästen und Dorfbewohnern

Reise in eine andere Welt – DNH Projektreise

25. November 2018 at 9:07

Es ist wieder soweit!

Mit der im Frühjahr 2019 stattfindenden 3-wöchigen Projektreise nach Nepal  möchte die Deutsch-Nepalische Hilfsgemeinschaft, Stuttgart (DNH, www.dnh-stuttgart.org) Ihnen und allen Interessierten erneut einen direkten Einblick in ihre Projekte und ihre Arbeiten vor Ort ermöglichen. Fahren Sie mit der DNH zu den abgelegenen Schulen im Osten des Landes und fühlen bei  einem Kurz-Camping das Flair des sagenumwobenen Himalayas.  Genießen Sie ein hausgemachtes Dal Bhat bei einer nepalischen Familie während den Besichtigungen der Schule, des MGML-Lehrerausbildungszentrums sowie der dazugehörigen Homestays in Badalgaon.  Wandeln Sie auf den Spuren der Shah-Könige beim Besuch des ehemaligen Königreichs Gorkha. Lassen Sie sich verzaubern von der entspannten Atmosphäre des Phewa-Sees und machen Sie sich selbst ein Bild über die Förderung von Dalit-Mädchen bei einem Haus- und Familienbesuch im Elendsviertel von Pokhara.  Lassen Sie sich überraschen was der Dschungel im Chitwan Nationalpark alles zu bieten hat und nehmen Sie teil an der 25 jährigen Jubiläumsfeier der Aufforstungsaktion  und Anpflanzung eines Waldes als Pufferzone in Dharampur. Die Mitarbeiter und die Partner vor Ort freuen sich auf Sie!

Die Reise wird von der lokalen Reiseagentur Tembas Nepal Trek, Kathmandu, organisiert und durchgeführt.  Andreas Falk, der Vorstandsvorsitzende der DNH wird die Reise teilweise begleiten und Sie mit seinem umfangreichen Wissen über Nepal und seine Menschen informieren.

Reisezeitraum:  15. März bis 04. April 2019 (ab / bis Kathmandu)
Mindestteilnehmerzahl:  10 Personen
Vorläufiger Reisepreis: ab EUR 1.825,00

Verbindliche Anmeldungen bis spätestens zum  15.01.2019 bei Tembas Nepal Trek (info@tembasnepaltrek.com).

http://www.tembasnepaltrek.com/de/reisetermine/icalrepeat.detail/2019/03/15/247/-/projektreise-nepal-mit-der-deutsch-nepalische-hilfsgemeinschaft-e-v#.W_oQOegzY2w

 

Bildung für die Ärmsten der Armen

31. August 2017 at 11:44

Schulbildung und Persönlichkeitsentwicklung für die Ärmsten der Armen

Das Kastenwesen in Nepal war bis zu seiner offiziellen Abschaffung im Jahr 1963 über ein Jahrhundert lang gesetzlich verankert. Die Angehörigen der untersten Kaste, die Dalits, gelten als unrein und daher unberührbar. Für uns Europäer ist das nicht nachvollziehbar, denn dazu zählen ehrbare Hand‐
werksberufe wie Schmiede, Schneider, Friseure aber auch bestimmte Musiker, Wäscher, Straßenreiniger und Abdecker. Dalits gehören zu den Ärmsten der Armen und erleben selbst heutzutage noch soziale und politische Diskriminierung und Ablehnung in der Gesellschaft.

Seit 1998 unterstützt die Deutsch-Nepalische Hilfsgemeinschaft e.V. (DNH, www.dnh-stuttgart.org) Dalit Mädchen in der Schulbildung und Persönlichkeitsentwicklung über die nepalesische Hilfsorganisation Children Nepal in Pokhara. Die lokale NGO wurde 1995 gegründet und setzt sich insbesondere für sozial benachteiligte Kinder, hauptsächlich Mädchen, aus armen Familien ein. Dabei wirkt die Organisation als Beratungsstelle und Ausbildungszentrum zugleich. 18 qualifizierte und hochmotivierte Sozialarbeiter kümmern sich um die Kinder und Familien. Von den derzeit 400 betreuten Kindern werden 115 von der DNH gefördert. Gerne würde die DNH dieses Kontingent erweitern, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden.

Das von Children Nepal praktizierte Hilfsprogramm ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine gezielte Hilfe für benachteiligte Kinder inklusive Familienförderung in Nepal geleistet werden kann. Besonders erwähnenswert ist, dass die Kinder während der gesamten Förderungsdauer zu Hause bei ihren Eltern oder Verwandten wohnen. Die Mitarbeiter von Children Nepal kennen die familiären und sozialen Verhältnisse eines jeden Kindes. Bereits bei der Auswahl der Kinder im Alter zwischen fünf und sechs Jahren wird der Familienhintergrund durch einen Hausbesuch und Gesprächen mit Nachbarn untersucht.  Durch weitere regelmäßige Besuche in den Familien können Probleme innerhalb der Verwandtschaft frühzeitig erkannt und anschließend einer Störung der persönlichen und schulischen Entwicklung des betroffenen Kindes entgegengewirkt werden. Wiederkehrende Treffen mit der Schulleitung und den Lehrern tragen dazu bei, Lernprobleme oder unentschuldigte Abwesenheiten vom Unterricht zu erörtern und aufzuklären.

Die finanzielle Unterstützung der Kinder erfolgt in Form der Bereitstellung von Schulmaterialien und Schulkleidung sowie Bezahlung von Schulgebühren, Ausflügen und weiteren bildungsfördernden Maßnahmen. Darüber hinaus leistet die NGO einen besonders nennenswerten und in Nepal sonst selten vorkommenden Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder.

Während der wiederholt stattfindenden Schulungen zur Lebensführung und Berufswahl werden die Lebensziele und -vorstellungen eines jeden Einzelnen in einer schriftlichen Zielvereinbarung festgehalten.  In turnusmäßigen Nachschauprüfungen werden die Ziele zusammen mit den Sozialarbeitern überwacht, korrigiert oder neu getroffen. Children Nepal legt dabei großen Wert auf eine realistische und erreichbare Zielsetzung der Kinder.

 

 

Auch zur Inklusion der Dalits trägt die Hilfsorganisation durch Schulungen für Lehrer und Schulleitung bei. „Früher war es für Dalits unmöglich, das Haus einer anderen ethnischen Volksgruppe zu betreten. Ein gemeinsames Essen oder gemütliches Beisammensein war undenkbar. Heutzutage sitzen die Lehrer schon mal zusammen mit den Dalit Schülern. Gemeinsame praktische Arbeiten der Schüler unterschiedlicher Herkunft sind mittlerweile möglich. Positive Entwicklungen und Veränderungen sind langsam wahrnehmbar.“  erzählt Sharada Sharma, die Leiterin von Children Nepal.

Sharada, die bereits seit 21 Jahren für die NGO tätig ist, kann von vielen erfolgreichen Lebensgeschichten der Kinder berichten.

Ganz besonders freut sich sie sich über die Entwicklung der jungen Frau Israth.  Israth war das erste Dalit Mädchen, das von der DNH gefördert wurde. Heute arbeitet sie bei Children Nepal als Sozialarbeiterin und Assistentin der Geschäftsleitung.

Kunjani Pariwar absolvierte nach ihrem Schulabschluss zunächst eine Ausbildung zur Lebens- und Berufsberaterin. Heute studiert sie im letzten Semester Jura. Nach dem Erdbeben im vergangenen Jahr besuchte sie auf eigene Faust die betroffenen Gebiete um die Menschen zu unterstützen und ihnen Mut zu machen.

Der Artikel wurde im DNH-Brief Oktober 2017 veröffentlicht:
http://www.dnh-stuttgart.org/fileadmin/templates/dateien/DNH_Brief_12.pdf

Erdbebenhilfe Nepal – Bericht vom 08.08.2015

20. September 2015 at 22:25

Der erste Überblick und Bericht zur „Erdbebenhilfe Nepal“ von Sunaulo Sansar NGO, Nepal ist am 08.08.2015 unter dem folgenden Link erschienen:

http://www.sunaulosansar.org/berichte/de/Z01%20-%20Erdbebenhilfe_Nachhaltigkeits%C3%BCberblick_2015_08082015.pdf

 

10_Bergsicht in Brabal s