Leben in zwei Kulturen…

26. Februar 2015 um 23:11

… Zuhause ist dort, wo ich mich wohl fühle …

Während unseres Aufenthalts in Deutschland durfte ich mit meiner Lebensgeschichte Teil eines Radiobeitrags zum Thema „Auswanderer“ beim Messeradio der CMT – Urlaubsmesse im Januar 2015 sein.

Viel Spaß beim Hören …der Beitrag fängt bei Minute 40 an:

http://www.swr.de/unternehmen/karriere/cmt/swr-messeradio-vom-24/-/id=14848720/nid=14848720/did=14954428/1fszf79/index.html

 

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Deutschland – Nepal … beides ist meine Heimat

 

 

 

VIPASSANA – Rendezvous mit mir selbst! (T4)

24. Februar 2015 um 16:32

Teil 4 – nach dem Meditationskurs

Am 10. Tag durfte wieder gesprochen werden. Was für ein komisches Gefühl nach so langer Zeit der Stille.
Mir ist schon die letzten beiden Tage aufgefallen, wie aktiv mein Geist wieder ist. Die Gedanken rasen zum nächsten Tag – wie komme ich von A nach B und wie mache ich das…. etc., etc., etc.

Ein ständiges Zappeln, kein Verweilen im Hier & Jetzt.

Ich bin froh, dass ich nach der 10 tägigen Meditation noch nicht direkt zurück in die quirlige Großstadt Kathmandu muss. Ein paar Tage Chitwan Nationalpark erlauben mir ein langsames wieder eintauchen in den Alltag. Ich fühle mich ruhig und ausgeglichen. Ein innerer Friede breitet sich im Herzen aus.

Ich tue mich sehr schwer mein Handy wieder einzuschalten. Die Flut an Emails und die zahlreichen Informationen über das Internet schrecken mich ab. Ich möchte allzu gern die Stille bewahren.

Zu sehen wie heutzutage jeder an seinem Smartphone hängt – während dem Essen, während dem Zusammensein mit Freunden und Familie – immer sofort zur Stellung, wenn das Gerät einen Piep von sich gibt. Ich möchte zukünftig bewusster mit diesem Kommunikationsmittel umgehen und Freiräume ohne Erreichbarkeit schaffen.

Ich werde weiter geduldig Vipassana Meditation in meinen Alltag integrieren.

Eine lebenslange Aufgabe. BE HAPPY !!

 

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Be happy !!

 

 

Boudanath

21. Februar 2015 um 15:08

Boudanath – der buddhistische Stupa, UNESCO Weltkulturerbe und einer der größten Stupa in der Welt. Versteckt mitten im östlichen Stadtteil von Kathmandu.

Auf der Hauptstraße ankommend, einen Blick nach links und plötzlich steht  er da – wie aus dem Nichts. Mit der riesigen weißen Kuppel, dem golden-schimmernden Turm und den alles sehenden Augen Buddhas strahlt der Stupa die Besucher an.

Groß- mächtig – faszinierend – überwältigend.

Ein großartiges Heiligtum, ein Kraftplatz voller Lebendigkeit und Energien. Das Zentrum der Tibeter. Viele kleine Läden und schöne Restaurants mit einladenden Dachterrassen befinden sich rund um den Stupa. Erbaut auf einem mehrstufigen Podest, das Mandala des Universums. Offizielle und registrierte Zahlen des Baujahres liegen nicht vor. Schätzungen haben ergeben, dass das Monument vermutlich um das 5. Jahrhundert erbaut wurde.

Der viereckige Turm, die Harmika schließt mit dem Schirm, einem Seidenbaldachin, der alle schlechten Einflüsse abhalten soll, ab. Die alles sehenden Augen Buddhas schauen in alle vier Himmelsrichtungen und die Nase symbolisiert die göttliche Einheit aller Dinge.

Unzählige Gebetsfahnen wehen die Wünsche und Gedanken zu den Göttern. Besonders um die Zeit des tibetischen Neujahrsfests werden neue Gebetsfahnen aufgehängt. Zu diesem Zeitpunkt werden auch die großen gelben Halbkreise, die die weiße Kuppel zieren, erneuert. Es ist ein Spektakel wenn das gelbe Wasser, gefärbt von Safran und Tagetesblüten schwungvoll auf den weißen Grund gespritzt wird. Die Lotusblüte ist wieder vollkommen.

Die Umrundung der Stupa im Uhrzeigersinn, das Drehen der Gebetsmühlen und das Aufsaugen der friedlichen Atmosphäre bringen die Besucher ins Hier und Jetzt.

Gleichmäßig und rhythmisch murmeln die vielen Gläubigen ihre Mantras bei Umrundung der Stupa. Eine Mala (Gebetskette) in der Hand wird Perle um Perle weitergeschoben. Diese tiefe Gläubigkeit und Demut verbreiten auch bei den westlichen Besuchern eine tiefe Ruhe.

 

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Buddhistischer Stupa Boudanath

 

LHOSAR – das tibetische Neujahrsfest

18. Februar 2015 um 20:16

Mit dem diesjährigen tibetischen Neujahrsfest Lhosar hat das neue “Weibliche Holz Schaaf Jahr 2142“  begonnen. Lhosar heißt auf Tibetisch “Neues Jahr“. Das tibetische Neujahrsfest wird jedoch nicht nur in Tibet gefeiert; auch die in Nepal lebenden ethnischen Volksgruppen Tamang und Sherpa feiern Lhosar.

Der Beginn der Festlichkeiten und somit der Beginn des neuen Jahres fällt nach dem tibetischen Kalender, der sich nach den Mondzyklen richtet, in der Regel immer auf Neumond. Die Rituale des tibetischen Neujahrsfests enthalten neben den buddhistischen Elementen auch Traditionen und Werte, die alle Menschen auf der Welt teilen. Insbesondere wird das “Neue Jahr“ genauso wie  in der westlichen Welt als Neuanfang betrachtet.

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Opfergaben zu Lhosar

Die Vorbereitungen für das Fest beginnen schon 1 bis 2 Wochen vor dem “Jahreswechsel“. Traditionsgemäß wird im Familien- und Freundeskreis zusammen das Neujahrsbrot gebacken bzw. „frittiert“.

Unzählige Mengen an Mehl, Öl und Wasser sowie Zucker oder Salz werden zu einem festen Teig geknetet. Die Teigmassen werden geduldig in mühseliger Handarbeit zu wahren Kunstwerken geformt und dann in heißem Öl frittiert. Der Geschmack des salzigen Neujahrsbrot “Khapse“ erinnert ein bisschen an etwas dickere Salz- oder Bierstangen. Das süße Neujahrsbrot “Solmar“ schmeckt ein wenig wie ein frisches Plunderteilchen und der feine Duft durchzieht noch lange nach den Feierlichkeiten die Küche.

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Khapse und Solmar – tibetisches Neujahrsgebäck

Am Abend vor Beginn der Lhosar – Feierlichkeiten wird in der Küche  gekocht, gebrutzelt und gebraten; sämtliche Speisen für den nächsten Tag werden vorbereitet. Frühmorgens am ersten Tag des Neujahrsfestes werden dann zusammen mit der Familie und mit  tibetischen Priestern (Lama) neue Gebetsfahnen auf den Dächern der Häuser aufgehängt. Nach der kurzen Predigt des Lama wirft jeder zur Begrüßung des neuen Jahres geröstete Gerste (Tsampa) in die Luft und ruft dabei “Tiki Sasso Lhagyalo“. Diese Zeremonie wird jeweils 3-mal wiederholt und verheißt Wohlstand, Gesundheit sowie Freude für alle Lebewesen und verhilft zu höherem geistigen Wissen und guten Lebensumständen.

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Lhosar – Zeremonie

Nach diesen feierlichen Handlungen wird  zusammen gegessen, getrunken, gelacht, gesungen und geredet. Die nächsten Tage füllen sich mit Besuchen bei Freunden, Nachbarn und heiligen Plätzen. Insbesondere wird am dritten Tag des neuen Jahres der heilige Stupa in Boudanath besucht. Dort findet eine durch Mönche und Priester geleitete öffentliche Andachtsfeier statt.

 

HAPPY LHOSAR!!

Shivaratri Festival

17. Februar 2015 um 2:54

Am 17.02.2015 findet der Geburtstag von Lord Shiva statt.

Dieser wird in Pashupatinath, dem wichtigsten Tempelbezirk des Hinduismus in Nepal, kräftig gefeiert.  In Pashupatinath finden täglich öffentliche Leichenverbrennungen statt. Der eigentliche Tempel, in dem sich eine 1,80  m hohe Shiva Statue befindet, ist nur für Hindus zugänglich, der äußere Tempelbezirk darf hingegen von jedem betreten werden.

Pashupatinath bedeutet wörtlich übersetzt “Herr der Tiere“ und Shiva wird als Pashupatie (Herr der Tiere) verehrt.

Tausende und aber Tausende von Pilger, Gläubigen und heilige Männer strömen an Shiva’s Ehrentag zum Heiligtum, das sich am Ufer des Flusses Bagmati in Kathmandu befindet.

Um die vielen Besucher zu beherbergen werden riesige Zelte aufgestellt. Den ganzen Tag über wird Shiva von den Yogis, Sadus und Babas, die Shiva als hinduistische Asketen dienen möchten, angebetet und verehrt. Während dem Feiern wird sogar hinweg gesehen, wenn der eine oder andere Joint geraucht wird.

OM SHIVA SHIVA !!

 

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Zugang zum Shiva- Tempel