Pullahari Kloster – Kathmandu, Nepal

27. Juli 2014 um 21:14

Wer dem Gewimmel und Chaos von Kathmandu entfliehen möchte, sollte das Pullahari Kloster in Jagdol – Ward Kopan, besuchen. Das Kloster liegt nördlich des buddhistischen Stupas Boudanath wunderschön auf einem Bergrücken in der Nähe der neu erbauten Amithaba Gompa und des Kopan Klosters.

 

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Pullahari Monastery

 

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Wunderschöne Klosteranlage Pullahari

Von Boudanath aus beträgt die Gehzeit ca. 1 ½ – 2 Stunden. Der Weg führt durch das schöne urige Viertel Boudanath mit den vielen kleinen Lädchen bis zur „Hauptstraße“ Richtung Kopan . Noch bevor das Kopan Kloster erreicht wird, ist ein Hinweisschild, in dem die Strecke zum Amithaba Kloster eingezeichnet ist, zu sehen. Dieser Weg, der rechts abgeht und sich unterhalb des Kopan Kloster entlang schlängelt, ist bis zum Eingang des Amithaba Klosters und dem daneben liegenden Polizei-Camp zu gehen.

 

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Wegweiser zum Pullahari Kloster

 

Danach führt die Lehmstraße rechts hoch bis zu einer kleinen Hütte, die bereits vom Klostereingang bzw. Polizeicamp aus zu sehen ist. Vor der Hütte geht ein kleiner grüner Trampelpfad ab. Diesem ist ca. 30 Minuten durch einen lichten Wald zu folgen. Am Ende des Pfades geht es rechts auf einer geteerten Straße hoch bis zum Haupteingang der Pullahari Gompa (Kloster).

Wer nicht gerne zu Fuß unterwegs ist, kann sich ein Taxi oder den lokalen Bus von Boudanath bis zum Kloster nehmen.

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Ort der Stille

Dem Kloster ist ein Gästehaus angeschlossen. Der Mindestaufenthalt beträgt eine Woche. Die Kosten für Übernachtung mit Vollpension betragen pro Nacht USD 22 (Einzelzimmer) bzw. USD 28 (Doppelzimmer) – Preise Stand 06/2014.

Die Pullahari Gompa gehört der buddhistischen Kagyu Tradition an. Weitere Informationen zum Kloster sind zu finden unter

http://www.jamgonkongtrul.org/section.php?s1=2&s2=3

 

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Junge Mönche beim Spielen

Hinduistisches Feuerritual – Lakh Batti

13. Juli 2014 um 14:12

Lakh Batti ist nepalesisch und heißt wörtlich übersetzt 100.000 Lichter (Dochte).

 

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Lakh Batti (100.000 Lichter)

 

Das Feuerritual wird hauptsächlich zum Gedenken an Verstorbene oder zur Erfüllung von Wünschen praktiziert. Viele Hinduisten glauben auch daran, dass sie mit diesem Feueropfer Geschehnisse und Gegebenheiten positiv beeinflussen können. In der Regel werden die Rituale an Tagen, die besonders geeignet und von einem Astrologen vorbestimmt sind, ausgeführt.

Die Dochte haben eine Länge von ungefähr 8 cm und werden von Hausfrauen in Heimarbeit aus Baumwolle zu dünnen Strängen gedreht. Auf den einheimischen Märkten werden diese zum Verkauf angeboten.

 

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Tonschalen mit den in Öl getränkten Dochten

 

Bereits am Tag vor der eigentlichen Zeremonie sind wichtige Vorbereitungen zu treffen. Die 100.000 Dochte werden in eine Tonschale gelegt und mit reichlich Ghee oder hochwertigem Öl aus Sesam- oder Senfsamen getränkt. Heutzutage wird häufig auch Sonnenblumenöl verwendet. Die Menschen glauben, dass dieses raffinierte Öl noch reiner ist.

Das Feuerritual kann von jedem selbst oder auch in Anwesenheit und unter Leitung eines hinduistischen Priesters vollzogen werden. Nachdem die Dochte entzündet sind, versammeln sich die Gläubigen (in der Regel Familienangehörige) um die brennende Tonschale und stochern mit einem Zuckerrohrstock in den Flammen.

 

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Feuerritual – Feueropfer

 

Woher diese Ritualpraxis kommt, ist schwer zu sagen. Es gibt die schöne nachfolgende Legende dazu:

Die Witwe Laxmana, die einer höheren Kaste angehörte, heiratete einen Mann niederer Kaste um ihr weiteres Überleben zu sichern und versorgt zu sein. Ihr Gewissen plagte sie mit schweren Vorwürfen. Als sie eines Tages einem Eremit begegnete und ihm ihreLebensgeschichte erzählte, riet er zu einem Feuerritual. Lakh Batti würde ihr Karma reinigen und die Türen für eine gute gemeinsame Zukunft mit ihrem neuen Ehemann öffnen.

 

NAMASTE!!

Wanderung von Sankhu nach Nagarkot

7. Juli 2014 um 14:26

Die Wanderung auf der breiten Schotterstraße lohnt sich sehr, auch wenn zwischenzeitlich sporadisch ein lokaler Bus von Sankhu nach Nagarkot  fährt. Der stetig ansteigende Weg führt entlang  Terassenfeldern und passiert einige newarische Dörfer. Es scheint als sei dort die Zeit stehengeblieben.

 

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Terassenfelder so weit das Auge reicht

Nach ca. 2 ½ bis 3 Stunden wird das Dorf Kattike erreicht. Von dort aus bestehen verschiedene Möglichkeiten, den Weg fortzusetzen. Zum einen führt ein schöner Pfad nach Chisopani (ca. 7 bis 8 Stunden), zum anderen kann der Weg nach Nagarkot auf dem Natural Trail durch einen wunderschönen Laub- und Märchenwald eingeschlagen werden (ca. ½ bis 1 Stunde).

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Natural Trail

Da es zwischen Sankhu und Nagarkot wenig Möglichkeiten zum Einkehren gibt, ist es empfehlenswert Getränke und Snacks mitzunehmen. In Kattike bieten ein paar einfache Teehäuser eine kleine Auswahl an Gerichten (Chowmein, Nudelsuppe, gebratener Reis, etc. ) an.

In Nagarkot gibt es wieder unzählige Hotels mit Übernachtungsmöglichkeiten oder Restaurants. Wer nicht in Nagarkot übernachten möchte, kann mit dem Bus oder Taxi nach Kathmandu oder Bhaktapur zurückfahren.

Vajrayogini Tempel in Sankhu

5. Juli 2014 um 16:08

Von Kathmandu führt der Weg nach Sankhu vorbei an Boudanath und Gokarna. Schon auf dem Weg dorthin ist der Anblick der vielen Felder und dörflichen Gegend ein Genuss. Die Fahrt dauert mit dem Taxi oder Auto ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde, je nach Verkehr. Entsprechend länger die Fahrt mit den lokalen Bussen, die überall halten um neue Passagiere einzusammeln.

Sankhu selbst ist ein sehenswertes, altertümliches Dorf mit einer schönen Altstadt und den typischen Newar-Häusern.

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Typische Newari-Häuser

 

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Altstadt von Sankhu

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Vajrayogini oder Dorje Phagmo Tempel, der sich etwas außerhalb des Dorfes auf einem Hügel befindet. Vom Dorfkern bis zum Tempel sind es zu Fuß etwa 45 Minuten. Der Feldweg mündet auf der Hälfte der Strecke in einen steileren Anstieg über viele Stufen.

 

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Auf dem Weg zum Vajrayogini Tempel

 

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Viele Stufen führen zum Tempelbezirk

 
Wer sich gerne einen hinduistischen Tempelbezirk gepaart mit einigen buddhistischen Elementen ohne viele Touristen anschauen möchte, hat hier den richtigen Platz gefunden. Es ist hoch interessant den Menschen bei ihren Ritualen zuzuschauen. Die friedliche Atmosphäre lädt zum Verweilen ein.

 

 

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Vajrayogini-Tempel

 

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Rituale